Menü
X

News 17.12.2012

Chinesische Börsenaufsicht stimmt Einbringung von Preh in börsennotierte Joyson Electronics zu

Preh ab sofort 100 prozentige Joyson-Tochter – Firmenname bleibt erhalten

Shanghai/Ningbo/Bad Neustadt. Nach Zustimmung der chinesischen Börsenaufsicht „China Security Regulatory Commission“ hat die Joyson Investment Holding Co., Ltd, Ningbo (China), den deutschen Automobilzulieferer Preh gegen die Übertragung von 187 Mio. Aktien in die börsennotierte Liaoyuan Joyson Electronics (kurz: „Joyson Electronics“) eingebracht. Die Gesellschaft ist an der Börse von Shanghai gelistet (SHA 600699). Parallel dazu hatte Joyson – wie geplant – seinen Gesellschafteranteil an der Preh GmbH von 74,9 % auf 100 % aufgestockt und hierzu die restlichen 25,1 % von den bisherigen Mitgesellschaftern, der Deutschen Beteiligungs AG, Frankfurt a. M., den von ihr verwalteten Fonds („DBAG-Gruppe“) sowie vom Management, übernommen. Dessen ungeachtet bleibt das Preh-Management in unveränderter Zusammensetzung im Amt und ist weiterhin durch langfristige Verträge gebunden. Kontinuität ist auch im Außenauftritt gewährleistet: Der Firmenname Preh bleibt erhalten.

„Innovative Automobilelektronik – kostengünstig mit Top-Qualität“
Jeff Wang, Chairman und Gesellschafter von Joyson, erklärte anlässlich der Einbringung von Preh in die börsennotierte Joyson Electronics: „Die Zusammenarbeit mit Preh hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren derart positiv entwickelt, dass wir nun als global aufgestellter Automobilzulieferer mit chinesischen und deutschen Wurzeln eine interessante Börsenstory schreiben können. Joyson und Preh ergänzen sich ideal – sowohl von der regionalen Aufstellung als auch von den Kernkompetenzen her. Als chinesisch-deutsches Unternehmen mit fast 100-jähriger Erfahrung stehen wir für innovative Automobilelektronik mit Top-Qualität und optimalem Preis-Leistungs-Verhältnis.“

Höchstmaß an Kontinuität für Kunden und Mitarbeiter
„Wir haben seit dem Einstieg von Joyson bewiesen, dass Preh mit Blick auf Produktqualität, Innovationskraft und Projektmanagement ein verlässlicher Partner für unsere Kunden geblieben ist“, sagte Dr. Michael Roesnick, Vorsitzender der Geschäftsführung der Preh GmbH. „Mit vereinten Kräften werden wir uns neue Märkte erschließen und gemeinsam an Produktinnovationen und Fertigungslösungen arbeiten, gleichzeitig ist aber für unsere Kunden und Mitarbeiter ein Höchstmaß an Kontinuität sichergestellt“, so Roesnick weiter.

Preh in gute Hände gelegt
Für die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) erklärte Vorstandsmitglied Dr. Rolf Scheffels: „Die Entwicklung hat gezeigt, dass wir Preh in gute Hände gelegt und eine hervorragende Ausgangsposition für die nachhaltige Weiterentwicklung des Unternehmens geschaffen haben. Preh hat sich als erfolgreiches Investment für die DBAG erwiesen. Gleichzeitig haben wir eine klassische Win-Win-Situation geschaffen, die auch den neuen Gesellschaftern und dem Unternehmen selbst beste Wertsteigerungschancen bietet.“

Klares Bekenntnis zu Preh und zum Standort Deutschland
Das klare Bekenntnis von Joyson zu Preh und zum deutschen Standort wird nicht zuletzt durch die nachhaltige Stärkung der Eigenkapitalquote von Preh auf über 40 % sowie zwei Investitionsentscheidungen deutlich, die nach der Übernahme am Preh-Stammsitz in Bad Neustadt umgesetzt worden sind: Zum einen die Erweiterung und Modernisierung des Preh-Ausbildungszentrums im Jahr 2011, zum anderen die Einweihung einer neuen Fertigungshalle für den Produktbereich Preh Innovative Automation (PIA) 2012. Die Investitionen belaufen sich auf einen Gesamtbetrag von über 2,5 Mio. EUR. Zusätzlich wurden Aufwendungen und Kapazitäten für Forschung und Entwicklung auch am deutschen Standort stark erhöht.

Ein Unternehmen – zwei Unternehmensbereiche
Joyson Electronics wird ab sofort aus den beiden Unternehmensbereichen „Automotive Electronics“ unter den Namen Preh und „Automotive Components“ unter den Namen Joyson bestehen. Durch den Erhalt der Firmennamen und der Kontinuität bei den Ansprechpartnern werden sich daraus im Tagesgeschäft keine Änderungen für Kunden, Partner und Mitarbeiter ergeben.

Auch im Aufsichtsrat von Preh setzt Joyson-Inhaber Jeff Wang auf maximale Kontinuität und ein starkes europäisches Gewicht. DBAG-Vorstandsmitglied Dr. Rolf Scheffels wird dem Aufsichtsrat von Preh weiterhin angehören, so dass die Zusammensetzung des Gremiums unverändert bleibt: Neben den beiden Joyson-Vertretern, Jeff Wang und Jimmy Guo, und zwei Arbeitnehmervertretern wird auch der ausgewiesene Automotive-Experte Dr. Willibert Schleuter seine Mitarbeit im Preh-Aufsichtsrat fortsetzen.

Preh in allen Märkten auf Wachstumskurs – Entwicklung über Plan
Im Geschäftsjahr 2012 wird Preh seinen Umsatz um 12 % auf rund 460 Mio. EUR steigern und damit die eigene Planung um 3 % übertreffen. Das Wachstum resultiert dabei aus allen Marktregionen. Im NAFTA-Raum hat Preh um 14 % zugelegt, während der Zulieferer in Europa – trotz der deutlichen Rückläufigkeit des Gesamtmarktes – ein Umsatzplus von 10 % erzielen konnte. Auch der Eintritt in den chinesischen Markt ist mit dem neuen Preh-Werk in Ningbo gelungen. Für die im September 2011 angelaufene Produktion in China rechnet Preh allein auf der Basis bereits erfolgter Beauftragungen in den kommenden Jahren mit kräftigen Wachstumssprüngen.

Die Joyson-Unternehmensgruppe, Ningbo (China), umfasst neben der Automobilzulieferung auch eine Immobiliensparte und wird 2012 mit rund 5.000 Mitarbeitern einen Gesamtumsatz von 6 Milliarden CNY erzielen. Die Automotive-Aktivitäten sind in der börsennotierten Gesellschaft Joyson Electronics gebündelt, die aus den Unternehmensbereichen Automotive Electronics (Preh) und Automotive Components (Joyson) besteht. Der Automobilzulieferer Joyson wurde 2004 gegründet, während Preh mit dem Gründungsjahr 1919 über eine fast 100-jährige Unternehmenstradition verfügt.

Preh ist ein global aufgestellter Automobilzulieferer mit über 3.200 Mitarbeitern in Deutschland, Portugal, Rumänien, Mexiko, den USA, und China. Stammsitz des Unternehmens ist Bad Neustadt a. d. Saale. Die Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen von Preh konzentrieren sich auf Klima- und Fahrerbediensysteme, Steuergeräte, Sensoren und Montageanlagen für renommierte Automobilhersteller.

Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) zählt zu den führenden deutschen Private-Equity-Gesellschaften. Sie beteiligt sich an erfolgreichen Unternehmen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen in ihren jeweiligen Märkten eine herausgehobene Position einnehmen. Die DBAG ist seit 1985 börsennotiert und investiert aus der eigenen Bilanz und Mittel aus Parallelfonds.




Zurück zur Übersicht