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News 08.04.2011

Joyson und Preh schmieden stark wachsendes Technologieunternehmen im Automotive-Markt

Joyson erwirbt Mehrheit, Preh-Management und Deutsche Beteiligungs AG bleiben substantiell beteiligt – Kontinuität für Kunden und Mitarbeiter

Die Joyson Investment Holding Co., Ltd, Ningbo (China), wird Mehrheitsgesellschafter der Preh GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale. Joyson, ein privater Anbieter von Automobilelektronik, wird künftig 74,9 % der Anteile halten; die bisherigen Mehrheitsgesellschafter, die Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt a. M., von ihr verwaltete Fonds („DBAG-Gruppe“) und das Management bleiben mit 25,1 % beteiligt. Damit entsteht ein dynamisch wachsendes Technologieunternehmen mit über 500 Mio. Euro Umsatz, das als Automotive-Spezialist über beste Marktzugänge in Europa, den USA und China verfügt. Kontinuität für Kunden und Mitarbeiter ist vor allem dadurch gewährleistet, dass die Preh-Geschäftsführung die weltweiten Aktivitäten von Joyson und Preh in der Automobilelektronik von Bad Neustadt aus führen und weiter ausbauen wird.

Die Mehrheitsbeteiligung folgt auf ein Joint-Venture, das Joyson und Preh im August 2010 für den chinesischen Markt gestartet hatten. Durch die gesellschaftsrechtliche Verbindung sollen die Marktpotenziale beider Unternehmen in Europa, Nordamerika und Asien noch konsequenter genutzt werden. Gleichzeitig wird die Eigenkapitalquote von Preh durch eine signifikante Kapitalerhöhung nachhaltig gestärkt. Sie steigt auf mehr als 40 % und erlaubt es, die attraktiven Wachstumsmöglichkeiten in allen wichtigen Absatzmärkten wahrnehmen zu können. Über die Modalitäten der Transaktion wurde zwischen den Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart. Der Vollzug des Kaufvertrages steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden.

Die DBAG-Gruppe hatte Preh im Oktober 2003 gemeinsam mit dem Preh-Management in einem Management-Buy-out erworben und mit ihrem Engagement eine nachhaltige Wachstums- und Internationalisierungsstrategie für Preh unterstützt: 2003 hatte Prehs Automotive-Umsatz bei 169 Millionen Euro gelegen – bis zum Jahr 2010 verdoppelte er sich trotz der zwischenzeitlichen Branchenkrise auf mehr als 343 Millionen Euro.

Zwei wachstumsstarke Partner verbinden sich – Kontinuität und dynamische Weiterentwicklung
Auch die künftige Zusammensetzung des Preh-Aufsichtsrates dokumentiert Kontinuität in der Ausrichtung des Unternehmens. Dort wird Dr. Rolf Scheffels, Vorstandsmitglied der Deutschen Beteiligungs AG, weiterhin den Vorsitz innehaben: „Während unseres mehr als siebenjährigen Engagements bei Preh gab es verschiedene Möglichkeiten, Preh erfolgreich zu veräußern. Da wir jedoch stets eine nachhaltige Weiterentwicklung unserer Beteiligungen anstreben, haben wir uns auch bei Preh für einen neuen Gesellschafter entschieden, der dem Unternehmen beste Voraussetzungen für die Fortsetzung des erfolgreichen Wachstumskurses der vergangenen Jahre ermöglicht“, äußerte Dr. Scheffels. Und weiter: „Wir werden die Entwicklung in einer Übergangsphase auch in der neuen Konstellation als Gesellschafter weiter konstruktiv begleiten.“ Scheffels erinnert in diesem Zusammenhang an die Entwicklungsschritte, die während des Engagements der DBAG-Gruppe angestoßen und vom Management umgesetzt wurden. So hat Preh sich zu einem reinrassigen Automobilzulieferer entwickelt, der seine Wettbewerbsfähigkeit durch Investitionen in neue Standorte in Nordamerika und Osteuropa sowie in neue Produktgruppen entscheidend verbessert hat.

Ideale Ergänzung von Kompetenzen und Marktzugängen
Jeff Wang, Chairman und Gesellschafter von Joyson, sagte aus Anlass der Transaktion: „Wir haben Preh durch das Joint-Venture kennen und schätzen gelernt und uns aufgrund der erstklassigen Kompetenzen von Preh schließlich für eine Mehrheitsübernahme entschieden. Joyson und Preh ergänzen sich durch ihre Wurzeln in unterschiedlichen Marktregionen ideal. Wir werden unseren gemeinsamen Kunden weltweit qualitativ hochwertige und zugleich kostengünstige Bediensysteme für das Fahrzeuginterieur bieten.“

Preh bleibt Preh und Erschließung neuer Marktchancen in China
Dr. Michael Roesnick, Vorsitzender der Geschäftsführung der Preh GmbH, erklärte: „China wird immer mehr zum entscheidenden Motor für die globale Automobilbranche. Das Joint-Venture mit Joyson war deshalb die konsequente Fortsetzung unserer Internationalisierungsstrategie, die uns über unsere Werke in Portugal, Mexiko und Rumänien schließlich nach China geführt hat. Dass die Zusammenarbeit im Joint-Venture unseren Partner Joyson nun zu einem Einstieg bei Preh bewogen hat, sehe ich als große Chance für uns.“

Preh wird mit dem Mehrheitsgesellschafter Joyson seine Wettbewerbsposition nachhaltig verbessern und gemeinsam vor allem in China neue Marktchancen erschließen. „Gleichzeitig gilt weiter das, was wir schon bei Einstieg der Deutschen Beteiligungs AG gesagt haben: Preh bleibt Preh!“, hob Roesnick hervor. Und: „Unser Unternehmen lebt von seiner einzigartigen Innovationskraft und der hohen Identifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Unternehmenskultur von Preh. Wir wollen gemeinsam mit Joyson für den langfristigen Unternehmenserfolg ein Höchstmaß an Kontinuität und Eigenständigkeit sicherstellen.“

Preh ist eine weltweit tätige Unternehmensgruppe mit mehr als 2.500 Mitarbeitern in Deutschland, Portugal, Frankreich, Mexiko, den USA, China und Rumänien. Stammsitz des Unternehmens ist Bad Neustadt a. d. Saale. Das Unternehmen wurde 1919 gegründet. 2010 erwirtschaftete es einen Umsatz von 351 Millionen Euro. Die Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen von Preh konzentrieren sich auf Klima- und Fahrerbediensysteme, Sensoren, Steuergeräte und Montageanlagen für renommierte Automobilhersteller.

Joyson Automotive ist Teil der Joyson-Unternehmensgruppe, Ningbo (China), die neben der Automobilzulieferung auch über eine Immobiliensparte verfügt und 2010 mit 1.800 Mitarbeitern einen Gesamtumsatz von umgerechnet 198 Millionen Euro erzielt hat. Joysons Automotive-Sparte besteht aus den operativen Gesellschaften Joyson Automotive Ningbo, Changchun Joyson, Bosen Corporation Ningbo und Huade Plastics Shanghai; 2010 erreichte sie einen Umsatz von umgerechnet 125 Millionen Euro.
Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) zählt zu den führenden deutschen Private-Equity-Gesellschaften. Sie beteiligt sich an erfolgreichen Unternehmen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen in ihren jeweiligen Märkten eine herausgehobene Position einnehmen. Die DBAG ist seit 1985 börsennotiert und investiert aus der eigenen Bilanz und Mittel aus Parallelfonds. Sie hat rund 900 Millionen Euro unter Management.




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