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NAFTA-Region und China sichern Ergebnis – deutscher Stamm-sitz weiterhin defizitär, 02.04.2026

Preh 2025 trotz leichtem Umsatzrückgang mit positivem Gruppenergebnis – weiterer Restrukturierungsbedarf in 2026

Bad Neustadt a. d. Saale. Die anhaltend schwierige Lage in der Automobilindustrie hat die Geschäftsentwicklung der Preh-Gruppe auch im Jahr 2025 belastet. Der Umsatz lag mit rund 1,48 Mrd. € um 4% unter dem Vorjahreswert von 1,53 Mrd. € und etwa 3% unter dem Zielwert. Auch das EBIT blieb mit 106,5 Mio. € hinter den Erwartungen zurück und lag 10% unter Plan. 
Dass die Preh-Gruppe ihre Profitabilität insgesamt sichern und das Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis abschließen konnte, ist insbesondere auf die erfolgreiche Entwicklung der Standorte in den Regionen NAFTA und China zurückzuführen. 
Ein weiterer Faktor zur Stabilisierung der Ertragslage war das im Jahr 2024 eingeleitete Restrukturierungsprogramm. 
Durch den Abbau von rund 900 Stellen weltweit – davon 420 am Standort Bad Neustadt – konnte Preh die Personalkosten im Jahr 2025 gegenüber 2024 um rund 37 Millionen Euro senken. 
Dennoch verzeichnete Preh an seinem Hauptsitz in Bad Neustadt auch im Jahr 2025 erneut ein negatives Ergebnis. 

„Ohne die konsequente Umsetzung unserer Restrukturierung hätten wir das Jahr 2025 nicht erfolgreich abschließen können“, erklärt CEO Zhengxin „Charlie“ Cai. „Diese schmerzhaften Maßnahmen waren unvermeidlich, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens in einem rückläufigen Marktumfeld zu sichern. Gleichzeitig zeigt die weiterhin gute Auftragslage mit zahlreichen gewonnenen Neuprojekten, dass Preh sowohl technologisch als auch strategisch gut aufgestellt ist. Betrachtet man jedoch unsere tatsächlichen Verkaufszahlen, werden die zuvor von den Automobilherstellern geplanten Stückzahlen bei weitem nicht erreicht. Wir liegen etwa 30% unter den Volumina der ursprünglichen Geschäftsabschlüsse.“

Für die Preh GmbH bleibt die Lage daher insgesamt angespannt. Die Zahl der Mitarbeiter sank in Bad Neustadt von 1.585 Ende 2024 auf 1.224 zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Angesichts der anhaltend schwierigen Branchenbedingungen – verschärft durch geopolitische Unsicherheiten im Mittleren Osten, steigende Materialkosten sowie zunehmende Risiken in den Lieferketten – rechnet Preh auch für 2026 mit einem herausfordernden Marktumfeld. Um seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, prüft das Unternehmen daher weitere Restrukturierungsmaßnahmen. Konkrete Entscheidungen sind noch nicht getroffen worden, doch in diesem Zusammenhang wird auch ein weiterer Stellenabbau in Betracht gezogen.
„Wir müssen unsere Strukturen weiterhin an die veränderten Marktbedingungen anpassen“, so Cai. „Unser Ziel bleibt es, Preh langfristig stabil und wettbewerbsfähig aufzustellen.“
Trotz der aktuellen Herausforderungen unterstreicht eine starke Pipeline an neuen Projekten die Widerstandsfähigkeit der Preh-Gruppe und sichert die Grundlage für künftiges Wachstum.

 

 

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